Montag, 4. Januar 2010
Montag, 16. November 2009
Rauchen in Genf Teil III
Seit dem 31.Oktober 2009 ist wieder ein strenges Rauchergesetz in Kraft. Betriebe, die einen Fumoir einrichten wollen, können ein Gesuch stellen, das innerhalb von zwölf Monaten bearbeitet wird. Es deutet jedoch einiges darauf hin, dass das aktuelle Gesetz noch nicht das endgültige ist. So scheint die Motivation zur Planung eines Fumoirs gering zu sein.
Den Zigarrenraucher in Genf bleibt nichts anderes übrig, als draussen zu rauchen bzw. zu frieren und abzuwarten. Fumoirs stehen natürlich noch keine zur Verfügung, da das Bewilligungsverfahren Monate in Anspruch nimmt.
Bei unserem kleinen November-Rundgang durch die Stadt stellen wir fest, dass jede Möglichkeit, draussen zu rauchen, genutzt wird. In der zentralen Passage de Lions sitzen die Raucher vor den Cafés unter der Glaskuppel. Hier sind auch Zigarrenraucher anzutreffen.
Ein kurzer Blick ins Davidoff-Geschäft an der Rue de Rive bietet ein tristes Bild. Die sonst stark beschäftigten Verkäufer stehen ohne Arbeit hinter der Kasse und warten auf Kundschaft.
Ein Abstecher in die Atrium-Bar des Hotel Beau-Rivage zeigt folgendes Bild: Vor dem Eingang zum Hotel steht dieser formschöne Aschenbecher:

In der Bar können aus dem Tisch-Humidor Zigarren gekauft werden. Und zum Rauchen wurde dieses Zelt auf die Terrasse gestellt:
........B o n j o u r ..t r i s t e s s e
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Dienstag, 21. Juli 2009
Rauchen in London

Dass auch die Grandhotels davon betroffen sind, beweist das bekannte Claridge's im Mayfair-Viertel. Hier logierte übrigens Premier Winston Churchill in der Nachkriegszeit vorübergehend in einer Suite, als er nach der verlorenen Wahl nicht gleich eine Wohnung fand.

Neben der grossen und hellen Claridge's Bar bietet das Hotel im innern eine intime, in warmen Farbtönen und in dunklem Ebenholz verkleidete Bar namens "The Fumoir". Sie ahnen es, der Name - alles nur Schall und Rauch! Selbstverständlich verbietet das Gesetz auch in der Fumoir-Bar Zigarrenrauch!

Der einzige Ort für Raucher im Claridge's steht in Form eines diskreten "Aschenbechers" im Pflanzenkübel vor dem Haupteingang . . .

Montag, 18. Mai 2009
Davidoff-Lounge Zürich
Kurzprotokoll zu unserem Treffen vom 11.März 2009: Zu dritt trinken wir unser Bier in der Widder-Bar. Danach sind wir nur noch zu zweit. Liegts wohl am Bier? Die Pizzas essen wir im Ristorante Santa Lucia. Unser Stammtisch wurde umgestellt. Schade! Marsch durch die Altstadt ins Hotel Eden au Lac. Hier wissen wir: Zigarrenraucher sind willkommen. Wir geniessen unsere Puros, den perfekten Mojito, die gediegene Atmosphäre und den freundlichen Service. Die Bar will so lang wie gesetzlich möglich ein Treffpunkt für Zigarrenraucher bleiben. Super!
Unser Treffen vom 13.Mai 2009 absolvieren wir auch zu zweit. Dank Wetterglück trinken wir unser Bier unter freiem Himmel und auch die Pizza im Ristorante Santa Lucia kann draussen im lauschigen Hofgarten gegessen werden. Dazu geniesse ich ein Glas feinen "Il Bacialé" von Braida aus dem Piemont.

Für unseren Zigarrengenuss besuchen wir die neue Davidoff-Lounge des Restaurant Bärengasse im Lichthof der Credit Suisse am Paradeplatz (Foto). Schon beim Eintritt von der Bahnhofstrasse in den Hof werden wir von feinem Zigarrenrauch empfangen. Die Lounge wurde vor dem Restaurant im Lichthof eingerichtet und sollte auch einem strengen Rauchgesetz standhalten. Heizstrahler und warme Decken schützen vor der Kälte. An diesem milden Mai-Abend genügen uns die brennenden Zigarren und der Mojito, der uns von der Bar des Restaurant Bärengasse serviert wird, vollends. Die Preise sind moderat und wir stören mit unserem Rauch niemanden. So werden wir uns hier sicher wieder sehen lassen. Übrigens ist das Restaurant, das Dieter "Yello" Meier seit ein paar Monaten gepachtet hat, gut besucht. Wein, Gemüse und Fleisch, das Dieter Meier in Argentinien produzieren lässt, scheint in Zürich grossen Anklang zu finden.
Mittwoch, 8. April 2009
Rauchen in Genf
Im Juli 2008 wurde in Genf gesetzlich ein strenges Rauchverbot eingeführt. Nach Einsprachen hob das Bundesgericht das Verbot im September 2008 wieder auf. Vermutlich wird Genf schlussendlich das neue eidgenössische Gesetz übernehmen, das bediente Fumoirs erlaubt.
Die aktuelle Situation vor Ort sieht so aus, dass in vielen Restaurants geraucht werden darf. Wenn keine Aschenbecher auf dem Tisch liegen, das Personal danach fragen. Interessanter für Zigarrenraucher: In vielen Hotelbars darf wieder geraucht werden:
Im Hotel Beau-Rivage ist der seeseitige Raum der Atrium-Bar für Raucher reserviert. Der Zigarrenfumoir im Hotel de la Paix ist immer noch in Betrieb. Und in der Mirror-Bar des Swissôtel Métropole darf die Zigarre ab 18 Uhr angezündet werden. Nur das Palace Hilton (Foto), in dem das Zigarrengeschät von Vahé Gerard steht, wurde zur rauchfreien Zone erklärt. Ganz ohne Feuer geht es aber auch hier nicht, wie der moderne Kamin im Hintergrund verrät.
Donnerstag, 12. Februar 2009
Jean-Luc, François, Claude und die Zigarren

So erkennen wir in den ersten Filmen dieser jungen Filmkritiker auch die Handschrift ihrer Autoren. Und sie setzen nicht nur die Schauspieler in Szene, sondern auch sich selbst. Und was ist in dieser Selbstinszenierung ihre Handschrift? Ja richtig, sie halten sich an ihren Zigarren, Zigaretten und Pfeifen fest!
Jean-Luc Godard war einer ihrer Anführer. Und er wurde im Verlauf der 60er Jahre auch zum politischen Filmemacher der Bewegung. Die Nouvelle Vague selbst gab 1968 den Startschuss zu einem gesellschaftlichen und politischen Wandel, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind. Als der Gründer der Cinémathèque Française entlassen wird, gehen die jungen Filmemacher und ihre Anhänger auf die Strasse, um für Henri Langlois zu demonstrieren. Daraus entwickeln sich die Studentenunruhen vom Mai 1968 in Paris.

François Truffaut, der Mann, der die Frauen und das Kino liebte und uns viele schöne Kinostunden geschenkt hat, während den Dreharbeiten zu seinem ersten Kinofilm „Les 400 Coups“ zusammen mit seinem jungen Hauptdarsteller Jean-Pierre Léaud.
François Truffaut bei seinem Fünfzig Stunden-Interview mit Alfred Hitchcock, das zum bekannten Filmbuch „Mr.Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ führte.

Claude Chabrol löste mit seinem ersten Film „Le Beau Serge“ 1959 die neue Welle aus. In seinem viele Titel zählendem Werk stellt Chabrol immer wieder die dekadente Bourgeoisie bloss.
Claude Chabrol ist ein grosser Geniesser. Die Zigarre begleitet ihn durch sein ganzes Leben.

Ein Rohmer-Klassiker: „La collectionneuse“ mit Haydée Politoff. Sie sammelt Männer wie andere Rohmer-Filme.


Aus dem Gästebuch von Zino Davidoff in Genf:

Montag, 1. Dezember 2008
Hotel Greulich
Ristorante Cooperativo
Unser zweiter Besuch im neuen Ristorante Cooperativo bestätigt den Eindruck vom ersten Mal: Die Bedienung ist freundlich, die Pizzas munden und der offene Primitivo auch. Auf dem Foto sehen wir Sigi mit lustvollem Appetit vor einem Comensoli-Bild.

Hotel Greulich
Vor kurzem fand in Zürich eine dadaistische Aktion statt: Geld verbrennen. Zu diesem Schritt können wir uns nicht durchringen. So verbrennen wir stattdessen nochmals Zigarren. Der ideale Ort dazu: Die Zigarrenlounge im Hotel Greulich. Die Wände sind mit Zedernholz bezogen, das Kaminfeuer knistert und keine Musik stört unsere Zigarren-Meditation. Wir werden von Chef-Bartender Anna kompetent und freundlich bedient. Das Haus stellt fürs Anschneiden und Anzünden ein ganzes Zigarren-Zubehörset zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, eine kleine Auswahl an Zigarren aus dem Greulich-Humidor zu kaufen.

Zündstoff für die Diskussion an diesem Abend bietet das zukünftige Rauchergesetz im Kanton Zürich, das im September bei einer Volksabstimmung angenommen wurde. Bei dieser Vorlage ist noch nicht geklärt, ob allfällige Fumoirs bedient werden dürfen. Die Zigarrenraucher haben also noch Schonzeit. Das neue Gesetz wird voraussichtlich pünktlich zur Wildsaison 2009 in Kraft treten. Die Lungenliga muss sich bis zum ersten Halali also noch in Geduld üben.

Wir geniessen die Zigarren und den perfekten Mojito, den Chef-Bartender Anna gemixt hat. Sie gibt uns noch eine wichtige Information auf den Heimweg: Das Hotel Greulich wird ihre Zigarrenlounge in jedem Fall auch in Zukunft beibehalten, selbst wenn nur unbediente Fumoirs erlaubt sein sollten!
Dienstag, 4. November 2008
Drei Männer im Schnee

Zigarren-Treffen in der Sonntagszeitung

Thema beim Apéro ist der Artikel mit dem Titel "Raucher vor die Tür" in der SonntagsZeitung vom 5.Oktober, der über unseren Besuch im Dolder berichtet. Darin schreibt Karin Oehmigen: Es war an einem milden Frühlingstag, als drei Herren das neu eröffnete Haus am Zürcher Millionenhügel zum Ort des Genusses dreier Bolivar Immensas auserkoren hatten.
Unser Dolder-Protokoll finden Sie hier:
http://zigarren-event.blogspot.com/2008/05/mit-bolivar-im-dolder.html
Ristorante Santa Lucia
Es mag als langweilig erscheinen, aber das Ristorante Santa Lucia bietet eine der besten Pizzas in der Stadt. So besuchen wir auch an diesem Abend dieses Lokal im Niederdorf. Unser Stammplatz neben dem Pizzaofen ist frei. Bedient werden wir von der Perserin, die wir schon bestens kennen. Der Salat ist immer frisch, die Weinauswahl abwechslungsreich.
Rex-Bar
Pascal hat für uns einen Tisch in der Rex-Bar reserviert. Die Zigarren sind rasch angezündet und die perfekt gemixten Mojitos stehen schon bereit. Man konnte lesen, dass die Rex-Bar geschlossen wird. Zur kürzlich erfolgten Raucherschutz-Abstimmung liess die Bar verlauten, sie mache weiter, selbst wenn sie die Drinks durch ein kleines Fenster servieren müsse. Wir denken, das war Galgenhumor. Als wir in die Bar eintreten, sind nur zwei Angestellte anwesend. Die hintere Bartheke ist geschlossen. Früher gab es eine Empfangsdame und Gardorobière. Zwischendurch wurden Apérohäppchen serviert. An diesem Abend war von alledem nichts zu sehen: Absolute Sparflamme! Nun denn, wir denken, dass es die Rex-Bar im neuen Jahr nicht mehr geben wird. Wir haben diesen dannzumal letzten Abend hier trotzdem genossen. Die drei Zigarren wurden ordnungsgemäss vernichtet! Drei Männer verlassen zufrieden die Rex-Bar (Foto unten).

Mittwoch, 10. September 2008
Immerwährender Dank an die Lungenliga
An dieser Stelle weisen wir gerne darauf hin, dass Mitraucher an unseren Treffen in Zürich und Luzern gerne willkommen sind. Bei Interesse senden Sie bitte ein Mail an tscheiar@gmx.ch
Wir planen, für unsere nächsten Treffen folgende Lokale zu berücksichtigen: Ristorante Cooperativo, Hotel Gräulich, Storchen-Bar, Hotel Eden au Lac, Rex-Bar.
Nach der Besichtigung der Mafia-Plakate in Zürich ist es uns ein grosses Anliegen, der Lungenliga ganz herzliche Grüsse und immerwährenden Dank zukommen zu lassen.
"Ein leidenschaftlicher Raucher, der immer von der Gefahr des Rauchens für die Gesundheit liest, hört in den meisten Fällen auf – zu lesen." Winston Churchill
Donnerstag, 31. Juli 2008
Saint Luis Rey
Auch für unsere Pizza Margerita wählen wir Freiluft im Hof des Santa Lucia. Schnell steht das Bestellte auf dem Tisch. Wir sind sehr zufrieden. Also kommen wir zum Wesentlichen: In einer Freiluft-Ecke finden wir einen Tisch bei der Havanna-Bar. Unsere Saint Luis Rey Double Corona sind schnell angezündet, die Mojitos bestellt. Die kubanische Marke Saint Luis Rey gilt als Geheimtipp. Wer bei seinem Zigarrenhändler diese Marke antrifft, sollte unbedingt zugreifen und probieren.
Die Gran Corona Série A bietet einen angenehemen Geschmack, der immer vollmundiger wird. Unsere gewählte Saint Luis Rey Double Corona, früher auch unter dem Namen "Prominente" bekannt, ist eine sehr körperreiche und würzige Zigarre. Das von den ersten Zügen an volle und reiche Aroma wird ab dem zweiten Drittel immer kräftiger, es entwickeln sich auch subtile Aromen. Eine Zigarre für Eingeweihte und versierte Raucher!
Dienstag, 13. Mai 2008
Zigarre im The Dolder Grand
Bolivar im Dolder

Mit Sigi als Albert II., Fürst von Monaco

Pascal als Bodyguard

und tscheiar als tscheiar
Eigentlich sollten Zigarrenraucher das The Dolder Grand meiden. Es wird als Nichtraucherhotel geführt. Allerdings besteht wie in Italien und Frankreich die Möglichkeit, draussen seiner Sucht oder seinem Genuss nachzugehen. So sitzen wir auf der Terrasse der Lobby-Bar und geniessen an diesem sonnigen Frühlingstag unser Feierabendbier (CHF 10.50). Symbolisch verlüften wir eine Bolivar Immensas im Dolder-Aschenbecher:

Rauchen werden wir sie später, an einem Ort, wo Zigarren-Geniesser noch willkommen sind. Die Lobby-Bar befindet sich übrigens in dem Teil des Hauses, wo sich früher im Dolder Grand Hotel der Gobelin-Saal befand. Diese Bar ist gemütlich eingerichtet und wurde mit einer aufwändigen Holzdecke verkleidet, wie sie im neuen Le Richemond in Genf nach der aktuellen Renovation eben erst entfernt wurde. Anschliessend an die Lobby-Bar lässt die gediegene Library die alte Grand-Hotel-Tradition eines Lesesaals aufleben. Dieser Raum wäre der ideale Zigarren-Fumoir …

Wir treffen an diesem Abend vorwiegend Hotelgäste an. Wird dieses traditionelle und märchenhaft gelegene Hotel Gäste aus der Stadt auf den Zürichberg locken können? Früher gab es im hellen und luftigen Restaurant La Rotonde einen Business-Lunch (auch in vegetarischer Version). Heute wird im neuen The Restaurant am Mittag ein sogenanntes Amuse-Bouche-Menu zu CHF 98.- serviert. Vegetarisch gibt’s nur nach Absprache. Und das Garden-Restaurant verfügt zwar über eine Terrasse mit herrlicher Aussicht, aber das eher nüchterne Lokal wird kaum Gäste aus der Stadt anlocken.
In der alten Hotelhalle steht unscheinbar der Concierge-Desk . Sie wirkt gegenüber früher, als ihr das helle Rotonde-Restaurant vorgelagert war, dunkel und nicht besonders einladend. Die Treppe führt nun auch in den unteren Stock zu Toiletten und dem Garden-Restaurant. Nach der kurzen Besichtigung des neuen Hauses entschliessen wir uns, an einem schönen Sommerabend auf der Terrasse der Lobby-Bar unsere Zigarren zu ästimieren ...

Zum Diner besuchen wir heute die hinter dem Schauspielhaus gelegene Pizzeria Pomodoro. Der Salat ist gross und marktfrisch, die Pizza ist gross und sehr dünn, so, wie wir sie mögen. Nun sind wir reif für die Insel, auf der Zigarren-Geniesser willkommen sind! Also dislozieren wir ins Hotel Eden au Lac. Hier ist der Gast nicht nur Fürst, sondern König. Hier darf, wer Lust hat, Zigarren rauchen. Der Mojito wird perfekt zubereitet. Wir sind sehr zufrieden.

Zum Schluss ein Dank an unseren Event-Manager Pascal für die gute Organisation dieses 7.Mai-Abend. Und ja, dem Dolder konnte Bolivar widerstehen, im Eden au Lac wurde er genussvoll vernichtet. Sorry!

Dienstag, 11. März 2008
Zigarren ordnungsgemäss vernichtet
Mit Bier und einem Berg Nüsschen gefüllt schleppen wir uns ins Ristorante Santa Lucia zur traditionellen Pizza. Was hier auf dem Teller gereicht wird, stellt uns sehr zufrieden. Nur der Rotwein im Glas wird zu warm serviert. Unsere Empfehlung: Ihn im Keller und nicht neben dem Pizzaofen lagern. Auf dem Foto sehen wir die Santa Lucia:
Freitag, 1. Februar 2008
WIR RAUCHEN ZIGARREN!
Zum Essen dislozieren wir an die St.Jakobsstrasse, wo das Ristorante Cooperativo seit anfangs Jahr eine neue Heimat gefunden hat. Das Restaurant wurde bereits 1905 von italienischen Emigranten mit gewerkschaftlichen und sozialdemokratischen Hintergrund gegründet.

Das Lokal ist mit Originalbildern von Mario Comensoli dekoriert. Sigi sitzt passend vor einem Gruppenbild mit Zigarre. Comensoli stammt aus Lugano, studierte an der Kunstgewerbeschule in Zürich und bleibt bis zu seinem Tod 1993 der Stadt treu. Seine Themen nimmt er aus der gesellschaftlichen Gegenwart.
Der gemischte Salat mit rassiger Sauce kommt schnell auf den Tisch. Die Bella Margarita ist genauso, wie wir sie mögen: dünner und knuspriger Teig. Der Primitivo aus Sizilien mundet uns. Wir sind begeistert!
Heute besuchen wir wieder einmal das Hotel Greulich. Wie magisch zieht es uns ins gemütliche Kaminzimmer, das speziell für Zigarrenraucher reserviert ist. Im Kamin brennt schon ein heimeliges Feuer. Schnell sind unsere Zigarren ausgepackt und angezündet. Sigi (Foto) raucht eine dicke aus Nicaragua.

Pascal probiert zum ersten Mal eine San Cristóbal del la Habano El Morro und tscheiar raucht eine Bolivar Coronas Gigantes. Die San Cristóbal ist eine perfekte Zigarre für Gelegenheitsraucher. Ihre Milde unterfordert Pascal jedoch. So wird er das nächste Mal wieder eine würzigere Havanna wählen. Ich kann ihm meine Bolivar bestens empfehlen: eine sehr würzige und vollmundige Zigarre mit regelmässigem Brandverhalten, die mich noch nie enttäuscht hat. Auf dieser Foto sehen wir tscheiar mit Feuer, Bolivar und einer Herman-Greulich-Biografie.
Nicht enttäuscht sind wir auch vom neuen Barpersonal. Im Gegensatz zu unseren ersten Besuchen bekommen wir einen perfekten Mojito. Und weil er uns so gut schmeckt, bestellen wir noch einen zweiten. Bevor wir das Hotel Greulich verlassen, besichtigen wir in der Bar noch die unscheinbare Videoinstellation von Pipilotti Rist: „Die gelbe Fee in der Allee“. Aber nach zwei Mojitos sehen wir eher eine grüne Fee…
Donnerstag, 17. Januar 2008
Rauchverbot in der Hemingway Bar
Seit Anfang Jahr kennt Frankreich ein strenges Rauchverbot im Gastronomiegewerbe. Die legendäre Hemingway Bar im Hotel Ritz war bis jetzt der Treffpunkt für die Zigarrenfreunde von Paris. Bei meinem letzten Besuch im Frühling 2007 lagen auf allen Tischen grosse Zigarrenaschenbecher. Der Chef-Bartender Peter Colin Field bietet auf seiner Karte spezielle Drinks für Zigarrenraucher an. Ich wollte von ihm wissen, ob man in der Hemingway Bar noch rauchen darf. Das neue Gesetz würde strikt abgetrennte und unbediente Fumoirs erlauben. Hier nun die Antwort von Peter Colin Field an mich:
„Leider ist das Rauchen in der Hemingway Bar und in jeder anderen Bar in Frankreich gesetzlich verboten worden. Natürlich bedauern wir dies sehr, aber wir trösten uns mit dem Gedanken, dass wir jetzt vielleicht vielen Leuten, die früher die rauchige Ambience der Bar nicht mochten, einen Besuch bei uns ermöglichen.“ *Gegenüber der Herald Tribune sagte Colin Peter Field: „Wir ergreifen keine Partei. Die Bar wird weiterhin 40 bis 50 verschiedene auserlesene Zigarren verkaufen und macht Pläne, ab Frühling für Raucher Plätze im Freien bereit zu stellen.“ In der New York Times ergänzte Mr.Field:
„Once you’ve hung yourself, you’re not going to drown yourself as well.“ The New York Times
Montag, 10. Dezember 2007
EDEN AU LAC
Dank der Initiative von Pascal konnten wir am 5. Dezember kurzfristig noch ein Zigarren-Treffen im alten Jahr abhalten. Pünktlich um 17.30 Uhr standen die Teilnehmer vor dem Zigarrenladen von Samuel Menzi.
Wir treffen im Humidorraum unsere Zigarrenwahl. Dieser Abend steht ganz im Zeichen von Partagas: Pascal greift sich eine Serie P No.2, tscheiar seine bevorzugte 8-9-8 Varnished, während Sigi seiner Dominikanischen Dennerzigarre die Treue hält.
Unser Bier trinken wir wieder einmal in der Bar des Hotel Park Hyatt. Wir kommen gerade rechtzeitig, um einen Sitzplatz zu ergattern. Die Bedienung ist aufmerksam, Nüsschen werden nachgereicht. Die Zeit, ein Bier zu trinken, ist gerade richtig bemessen für dieses Trendlokal. Mehr wäre zuviel …
Einen Steinwurf von Samuel Menzi entfernt befindet sich an der Claridenstrasse die Trattoria Siena. Wir besuchen dieses Lokal zum ersten Mal. Im Zentrum des Restaurants steht eine Bar. Die Bedienung ist freundlich, der Barbera im Offenausschank überzeugt. Einzig die Pizza trifft unseren Geschmack nicht. Sowohl der verwendete Teig wie der Käse sind uns fremd.
So kommt uns der Verdauungsmarsch Richtung Opernhaus gerade rechtzeitig. Wir besuchen wieder einmal die Bar des edlen Hotels Eden au Lac. Hier geniessen wir unsere Zigarren und den feinen Mojito. Hier können wir sein und müssen nicht etwas scheinen. Hier würden wir gerne auch einen ganzen Abend mit einer Doppel-Corona verbringen …
Alle Fotos wurden im Hotel Eden au Lac aufgenommen. Unten sehen wir von links nach rechts Sigi, Pascal und tscheiar.



