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Montag, 10. Mai 2010

Letztes Treffen

Am Mittwoch, 28.April 2010, zwei Tage vor der Einführung des Rauchergesetzes in der Schweiz, sind wir zu einem letzten Zigarren-Treffen zusammen gekommen. Unser Programm bestand aus:

Und zum Schluss haben wir ein letztes Mal unsere Zigarren in der Bar des Hotel Eden au Lac in Zürich geraucht:

Hier ordnungsgemäss unser letztes Vernichtungsprotokoll:


Dienstag, 9. Februar 2010

Neues aus dem Hotel Greulich

Am Montag 8.Februar haben wir noch einmal das Hotel Greulich in Zürich auf freiwilliger Basis besucht, bevor am 1.Mai das Eidgenössische Rauchergesetz in Kraft tritt. Ab diesem Datum wird das Hotel Greulich für Zigarrenraucher zur Pflicht, da als einziges (?) mit einer dem neuen Gesetz entsprechenden Zigarrenlounge ausgestattet. Gemäss diversen Presseberichten scheinen die Zürcher Wirte vorerst den Sommer abwarten zu wollen und danach haben wir uns alle an das neue Gesetz gewöhnt und rauchen im Pfefferland, sofern es bis dann nicht abgebrannt ist. Denn Bewilligungen für Raucherräume, die ja bedient werden dürfen, werden bis jetzt von den Wirten und Hoteliers praktisch keine eingeholt!

Aber zurück zu unserem Zigarren-Treffen im Hotel Greulich: Bei unserem Besuch brennt in der Zigarrenlounge bereits das Holz im Kamin. Schnell sind unsere Zigarren angezündet und die Drinks bestellt. Die Lounge wird von der Bar aus bedient. Der Bartender eklärt uns, dass die Lounge auf den 1.Mai noch eine Türe bekommt. Und ab dem Herbst werden die Tische für Zigarrenraucher reserviert sein, eine Anmeldung empfehlenswert. Weiter wird geplant, einen Humidor in der Lounge aufzustellen. Bis jetzt befindet sich ein kleiner Humidor vis-à-vis der Reception unscheinbar in die Wand integriert.

Uns fällt sofort auf, dass an der nicht mit Zedernholz ausgekleideten Wand in der Zigarrenlounge neu eine Porträtmalerei hängt. Von weitem scheint es Karl Marx (nicht Groucho) darzustellen, da Haar, Bart und Pose Marx-typisch sind. Pascal zweifelt ein bisschen daran. Er findet, der schmale Goldrahmen sei untypisch. Und tatsächlich, von der Nähe aus betrachtet sehen Sigi und ich, es ist nicht Marx, sondern der Namensgeber des Hotels, Herman Greulich (das Haus steht an der Herman-Greulich-Strasse). Die politische Richtung stimmt jedoch. Herman Greulich wurde 1842 im heutigen polnischen Wroclaw geboren und starb 1925 in Zürich. Er gilt als Führer der Arbeiterbewegung und Vorkämpfer für das Schweizerische Frauenstimmrecht.

Montag, 18. Mai 2009

Davidoff-Lounge Zürich

Nachtrag zu unserem letzten Treffen in der Rex-Bar vom 4.November 2008: Das Lokal wurde vollständig umgebaut und die Café Kränzlin AG hat sich darin eingemietet.

Kurzprotokoll zu unserem Treffen vom 11.März 2009: Zu dritt trinken wir unser Bier in der Widder-Bar. Danach sind wir nur noch zu zweit. Liegts wohl am Bier? Die Pizzas essen wir im Ristorante Santa Lucia. Unser Stammtisch wurde umgestellt. Schade! Marsch durch die Altstadt ins Hotel Eden au Lac. Hier wissen wir: Zigarrenraucher sind willkommen. Wir geniessen unsere Puros, den perfekten Mojito, die gediegene Atmosphäre und den freundlichen Service. Die Bar will so lang wie gesetzlich möglich ein Treffpunkt für Zigarrenraucher bleiben. Super!

Unser Treffen vom 13.Mai 2009 absolvieren wir auch zu zweit. Dank Wetterglück trinken wir unser Bier unter freiem Himmel und auch die Pizza im Ristorante Santa Lucia kann draussen im lauschigen Hofgarten gegessen werden. Dazu geniesse ich ein Glas feinen "Il Bacialé" von Braida aus dem Piemont.



Für unseren Zigarrengenuss besuchen wir die neue Davidoff-Lounge des Restaurant Bärengasse im Lichthof der Credit Suisse am Paradeplatz (Foto). Schon beim Eintritt von der Bahnhofstrasse in den Hof werden wir von feinem Zigarrenrauch empfangen. Die Lounge wurde vor dem Restaurant im Lichthof eingerichtet und sollte auch einem strengen Rauchgesetz standhalten. Heizstrahler und warme Decken schützen vor der Kälte. An diesem milden Mai-Abend genügen uns die brennenden Zigarren und der Mojito, der uns von der Bar des Restaurant Bärengasse serviert wird, vollends. Die Preise sind moderat und wir stören mit unserem Rauch niemanden. So werden wir uns hier sicher wieder sehen lassen. Übrigens ist das Restaurant, das Dieter "Yello" Meier seit ein paar Monaten gepachtet hat, gut besucht. Wein, Gemüse und Fleisch, das Dieter Meier in Argentinien produzieren lässt, scheint in Zürich grossen Anklang zu finden.

Montag, 1. Dezember 2008

Hotel Greulich

Für das letzte Zigarren-Treffen in diesem Jahr versammeln wir uns am 26.November 2008 auf dem Helvetiaplatz in Zürich. Um 17.35 Uhr macht sich die Gruppe auf den Weg Richtung Volkshaus, wo in der umgebauten Bar ein Trinkopfer dargebracht werden soll. In Ermangelung von Sitzplätzen zieht unser Zug auf Geheiss von Sigi weiter Richtung aufgehender "Sonne". In dieser gibt es fast gar keine Sitzplätze, so stehen wir wenigstens nicht allein herum. Scheinen tut sie auch nicht, dafür fliesst das kühle Bier durch unsere heissen Kehlen.


Ristorante Cooperativo

Unser zweiter Besuch im neuen Ristorante Cooperativo bestätigt den Eindruck vom ersten Mal: Die Bedienung ist freundlich, die Pizzas munden und der offene Primitivo auch. Auf dem Foto sehen wir Sigi mit lustvollem Appetit vor einem Comensoli-Bild.




Hotel Greulich

Vor kurzem fand in Zürich eine dadaistische Aktion statt: Geld verbrennen. Zu diesem Schritt können wir uns nicht durchringen. So verbrennen wir stattdessen nochmals Zigarren. Der ideale Ort dazu: Die Zigarrenlounge im Hotel Greulich. Die Wände sind mit Zedernholz bezogen, das Kaminfeuer knistert und keine Musik stört unsere Zigarren-Meditation. Wir werden von Chef-Bartender Anna kompetent und freundlich bedient. Das Haus stellt fürs Anschneiden und Anzünden ein ganzes Zigarren-Zubehörset zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, eine kleine Auswahl an Zigarren aus dem Greulich-Humidor zu kaufen.




Zündstoff für die Diskussion an diesem Abend bietet das zukünftige Rauchergesetz im Kanton Zürich, das im September bei einer Volksabstimmung angenommen wurde. Bei dieser Vorlage ist noch nicht geklärt, ob allfällige Fumoirs bedient werden dürfen. Die Zigarrenraucher haben also noch Schonzeit. Das neue Gesetz wird voraussichtlich pünktlich zur Wildsaison 2009 in Kraft treten. Die Lungenliga muss sich bis zum ersten Halali also noch in Geduld üben.


Wir geniessen die Zigarren und den perfekten Mojito, den Chef-Bartender Anna gemixt hat. Sie gibt uns noch eine wichtige Information auf den Heimweg: Das Hotel Greulich wird ihre Zigarrenlounge in jedem Fall auch in Zukunft beibehalten, selbst wenn nur unbediente Fumoirs erlaubt sein sollten!

Dienstag, 4. November 2008

Drei Männer im Schnee


Dass unser erstes Zigarren-Treffen zur Winterzeit am Abend des 29.Oktober 2008 auch gleich die ersten Schneeflocken bringen würde, war nicht geplant. So konnte man beobachten, wie sich drei Männer im Schnee auf die Widder-Bar in Zürich zu bewegten. Hier genossen sie drei Bier in modernen Feldschlösschen-Gläsern. Dazu wurden Nüsschen gereicht, die sich dauernd vermehrten.

Zigarren-Treffen in der Sonntagszeitung

Thema beim Apéro ist der Artikel mit dem Titel "Raucher vor die Tür" in der SonntagsZeitung vom 5.Oktober, der über unseren Besuch im Dolder berichtet. Darin schreibt Karin Oehmigen: Es war an einem milden Frühlingstag, als drei Herren das neu eröffnete Haus am Zürcher Millionenhügel zum Ort des Genusses dreier Bolivar Immensas auserkoren hatten.

Unser Dolder-Protokoll finden Sie hier:

http://zigarren-event.blogspot.com/2008/05/mit-bolivar-im-dolder.html


Ristorante Santa Lucia

Es mag als langweilig erscheinen, aber das Ristorante Santa Lucia bietet eine der besten Pizzas in der Stadt. So besuchen wir auch an diesem Abend dieses Lokal im Niederdorf. Unser Stammplatz neben dem Pizzaofen ist frei. Bedient werden wir von der Perserin, die wir schon bestens kennen. Der Salat ist immer frisch, die Weinauswahl abwechslungsreich.

Rex-Bar

Pascal hat für uns einen Tisch in der Rex-Bar reserviert. Die Zigarren sind rasch angezündet und die perfekt gemixten Mojitos stehen schon bereit. Man konnte lesen, dass die Rex-Bar geschlossen wird. Zur kürzlich erfolgten Raucherschutz-Abstimmung liess die Bar verlauten, sie mache weiter, selbst wenn sie die Drinks durch ein kleines Fenster servieren müsse. Wir denken, das war Galgenhumor. Als wir in die Bar eintreten, sind nur zwei Angestellte anwesend. Die hintere Bartheke ist geschlossen. Früher gab es eine Empfangsdame und Gardorobière. Zwischendurch wurden Apérohäppchen serviert. An diesem Abend war von alledem nichts zu sehen: Absolute Sparflamme! Nun denn, wir denken, dass es die Rex-Bar im neuen Jahr nicht mehr geben wird. Wir haben diesen dannzumal letzten Abend hier trotzdem genossen. Die drei Zigarren wurden ordnungsgemäss vernichtet! Drei Männer verlassen zufrieden die Rex-Bar (Foto unten).


Mittwoch, 10. September 2008

Immerwährender Dank an die Lungenliga

Unser letztes Zigarren-Treffen fand am Mittwoch, 3.September 2008 statt. Wir haben das gleiche Programm wie am 31.Juli absolviert, inklusive denselben Zigarren.

An dieser Stelle weisen wir gerne darauf hin, dass Mitraucher an unseren Treffen in Zürich und Luzern gerne willkommen sind. Bei Interesse senden Sie bitte ein Mail an tscheiar@gmx.ch

Wir planen, für unsere nächsten Treffen folgende Lokale zu berücksichtigen: Ristorante Cooperativo, Hotel Gräulich, Storchen-Bar, Hotel Eden au Lac, Rex-Bar.

Nach der Besichtigung der Mafia-Plakate in Zürich ist es uns ein grosses Anliegen, der Lungenliga ganz herzliche Grüsse und immerwährenden Dank zukommen zu lassen.

"Ein leidenschaftlicher Raucher, der immer von der Gefahr des Rauchens für die Gesundheit liest, hört in den meisten Fällen auf – zu lesen." Winston Churchill

Donnerstag, 31. Juli 2008

Saint Luis Rey


Die Ferienzeit bedeutet immer Stress für unseren Event-Manager Pascal. Ein Datum für ein Zigarren-Treffen zu finden, gestaltet sich schwierig. Doch mit dem Mittwoch, 16.Juli 2008, klappte es endlich: keine Ferienabwesenheiten. Wir wählen in Samuel Menzis Casa die Saint Luis Rey Double Corona als Begleitung durch diesen perfekten Sommerabend. Mit Vorfreude auf den Rauchgenuss trinken wir zum Apéro draussen mit Blick auf den Paradeplatz ein Turbinenbräu.

Auch für unsere Pizza Margerita wählen wir Freiluft im Hof des Santa Lucia. Schnell steht das Bestellte auf dem Tisch. Wir sind sehr zufrieden. Also kommen wir zum Wesentlichen: In einer Freiluft-Ecke finden wir einen Tisch bei der Havanna-Bar. Unsere Saint Luis Rey Double Corona sind schnell angezündet, die Mojitos bestellt. Die kubanische Marke Saint Luis Rey gilt als Geheimtipp. Wer bei seinem Zigarrenhändler diese Marke antrifft, sollte unbedingt zugreifen und probieren.

Die Gran Corona Série A bietet einen angenehemen Geschmack, der immer vollmundiger wird. Unsere gewählte Saint Luis Rey Double Corona, früher auch unter dem Namen "Prominente" bekannt, ist eine sehr körperreiche und würzige Zigarre. Das von den ersten Zügen an volle und reiche Aroma wird ab dem zweiten Drittel immer kräftiger, es entwickeln sich auch subtile Aromen. Eine Zigarre für Eingeweihte und versierte Raucher!

Dienstag, 13. Mai 2008

Zigarre im The Dolder Grand


Bolivar im Dolder



Mit Sigi als Albert II., Fürst von Monaco






Pascal als Bodyguard








und tscheiar als tscheiar





Eigentlich sollten Zigarrenraucher das The Dolder Grand meiden. Es wird als Nichtraucherhotel geführt. Allerdings besteht wie in Italien und Frankreich die Möglichkeit, draussen seiner Sucht oder seinem Genuss nachzugehen. So sitzen wir auf der Terrasse der Lobby-Bar und geniessen an diesem sonnigen Frühlingstag unser Feierabendbier (CHF 10.50). Symbolisch verlüften wir eine Bolivar Immensas im Dolder-Aschenbecher:






Rauchen werden wir sie später, an einem Ort, wo Zigarren-Geniesser noch willkommen sind. Die Lobby-Bar befindet sich übrigens in dem Teil des Hauses, wo sich früher im Dolder Grand Hotel der Gobelin-Saal befand. Diese Bar ist gemütlich eingerichtet und wurde mit einer aufwändigen Holzdecke verkleidet, wie sie im neuen Le Richemond in Genf nach der aktuellen Renovation eben erst entfernt wurde. Anschliessend an die Lobby-Bar lässt die gediegene Library die alte Grand-Hotel-Tradition eines Lesesaals aufleben. Dieser Raum wäre der ideale Zigarren-Fumoir …





Wir treffen an diesem Abend vorwiegend Hotelgäste an. Wird dieses traditionelle und märchenhaft gelegene Hotel Gäste aus der Stadt auf den Zürichberg locken können? Früher gab es im hellen und luftigen Restaurant La Rotonde einen Business-Lunch (auch in vegetarischer Version). Heute wird im neuen The Restaurant am Mittag ein sogenanntes Amuse-Bouche-Menu zu CHF 98.- serviert. Vegetarisch gibt’s nur nach Absprache. Und das Garden-Restaurant verfügt zwar über eine Terrasse mit herrlicher Aussicht, aber das eher nüchterne Lokal wird kaum Gäste aus der Stadt anlocken.



In der alten Hotelhalle steht unscheinbar der Concierge-Desk . Sie wirkt gegenüber früher, als ihr das helle Rotonde-Restaurant vorgelagert war, dunkel und nicht besonders einladend. Die Treppe führt nun auch in den unteren Stock zu Toiletten und dem Garden-Restaurant. Nach der kurzen Besichtigung des neuen Hauses entschliessen wir uns, an einem schönen Sommerabend auf der Terrasse der Lobby-Bar unsere Zigarren zu ästimieren ...




Zum Diner besuchen wir heute die hinter dem Schauspielhaus gelegene Pizzeria Pomodoro. Der Salat ist gross und marktfrisch, die Pizza ist gross und sehr dünn, so, wie wir sie mögen. Nun sind wir reif für die Insel, auf der Zigarren-Geniesser willkommen sind! Also dislozieren wir ins Hotel Eden au Lac. Hier ist der Gast nicht nur Fürst, sondern König. Hier darf, wer Lust hat, Zigarren rauchen. Der Mojito wird perfekt zubereitet. Wir sind sehr zufrieden.





Zum Schluss ein Dank an unseren Event-Manager Pascal für die gute Organisation dieses 7.Mai-Abend. Und ja, dem Dolder konnte Bolivar widerstehen, im Eden au Lac wurde er genussvoll vernichtet. Sorry!





Dienstag, 11. März 2008

Zigarren ordnungsgemäss vernichtet

Eben vom Havanna-Festival in Kuba zurückgekehrt, verkauft uns Samuel Menzi zum Auftakt unseres Zigarren-Treffen vom 5.März 2008 die Partagas 8-9-8 Varnished (Foto). So munitioniert trinken wir den Apero in der Widder-Bar, wo nicht Milch und Honig, dafür aber Bier und Martini fliessen. Diese Bar wird rege frequentiert und vermittelt entsprechend geschäftiges Treiben. Die Herren in Schwarz arbeiten als Bedienung. Sie sind speditiv und freundlich. Wir werden förmlich mit Nüsschen und Bier zugeschüttet.


Mit Bier und einem Berg Nüsschen gefüllt schleppen wir uns ins Ristorante Santa Lucia zur traditionellen Pizza. Was hier auf dem Teller gereicht wird, stellt uns sehr zufrieden. Nur der Rotwein im Glas wird zu warm serviert. Unsere Empfehlung: Ihn im Keller und nicht neben dem Pizzaofen lagern. Auf dem Foto sehen wir die Santa Lucia:


Dank der perfekten Organisation durch Pascal klappt es heute endlich einmal mit unserem Besuch in der Rex-Bar: Er hat einen Tisch im hinteren Teil des Lokals reserviert. Da können wir gemütlich und ungestört unsere Zigarren geniessen und die zum Teil prominenten Besucher beobachten. Die in unserer Runde gestellte Frage, wann es sich in diesem Raucherlokal endgültig ausgeraucht hat, konnten wir nicht abschliessend beantworten. Abschliessend feststellen lässt sich nur dies: Unsere Zigarren wurden ordnungsgemäss vernichtet!

Freitag, 1. Februar 2008

WIR RAUCHEN ZIGARREN!

Einer unserer guten Vorsätze für das neue Jahr 2008 lautet: WIR RAUCHEN ZIGARREN! So treffen wir uns am 30.Januar, um dies gemeinsam zu tun. In der Bar des Hotels Rothaus in Zürich prosten wir uns mit einem Appenzeller-Bier zu. Das Haus im Kreis 4 fand kürzlich neue Besitzer, die auch an den Riff-Raff-Kinos beteiligt sind, und wurde sanft renoviert. Die Atmosphäre ist angenehm und wir werden freundlich bedient.

Zum Essen dislozieren wir an die St.Jakobsstrasse, wo das Ristorante Cooperativo seit anfangs Jahr eine neue Heimat gefunden hat. Das Restaurant wurde bereits 1905 von italienischen Emigranten mit gewerkschaftlichen und sozialdemokratischen Hintergrund gegründet.



Das Lokal ist mit Originalbildern von Mario Comensoli dekoriert. Sigi sitzt passend vor einem Gruppenbild mit Zigarre. Comensoli stammt aus Lugano, studierte an der Kunstgewerbeschule in Zürich und bleibt bis zu seinem Tod 1993 der Stadt treu. Seine Themen nimmt er aus der gesellschaftlichen Gegenwart.

Der gemischte Salat mit rassiger Sauce kommt schnell auf den Tisch. Die Bella Margarita ist genauso, wie wir sie mögen: dünner und knuspriger Teig. Der Primitivo aus Sizilien mundet uns. Wir sind begeistert!

Heute besuchen wir wieder einmal das Hotel Greulich. Wie magisch zieht es uns ins gemütliche Kaminzimmer, das speziell für Zigarrenraucher reserviert ist. Im Kamin brennt schon ein heimeliges Feuer. Schnell sind unsere Zigarren ausgepackt und angezündet. Sigi (Foto) raucht eine dicke aus Nicaragua.



Pascal probiert zum ersten Mal eine San Cristóbal del la Habano El Morro und tscheiar raucht eine Bolivar Coronas Gigantes. Die San Cristóbal ist eine perfekte Zigarre für Gelegenheitsraucher. Ihre Milde unterfordert Pascal jedoch. So wird er das nächste Mal wieder eine würzigere Havanna wählen. Ich kann ihm meine Bolivar bestens empfehlen: eine sehr würzige und vollmundige Zigarre mit regelmässigem Brandverhalten, die mich noch nie enttäuscht hat. Auf dieser Foto sehen wir tscheiar mit Feuer, Bolivar und einer Herman-Greulich-Biografie.


Nicht enttäuscht sind wir auch vom neuen Barpersonal. Im Gegensatz zu unseren ersten Besuchen bekommen wir einen perfekten Mojito. Und weil er uns so gut schmeckt, bestellen wir noch einen zweiten. Bevor wir das Hotel Greulich verlassen, besichtigen wir in der Bar noch die unscheinbare Videoinstellation von Pipilotti Rist: „Die gelbe Fee in der Allee“. Aber nach zwei Mojitos sehen wir eher eine grüne Fee…

Montag, 10. Dezember 2007

EDEN AU LAC


Dank der Initiative von Pascal konnten wir am 5. Dezember kurzfristig noch ein Zigarren-Treffen im alten Jahr abhalten. Pünktlich um 17.30 Uhr standen die Teilnehmer vor dem Zigarrenladen von Samuel Menzi.


Wir treffen im Humidorraum unsere Zigarrenwahl. Dieser Abend steht ganz im Zeichen von Partagas: Pascal greift sich eine Serie P No.2, tscheiar seine bevorzugte 8-9-8 Varnished, während Sigi seiner Dominikanischen Dennerzigarre die Treue hält.


Unser Bier trinken wir wieder einmal in der Bar des Hotel Park Hyatt. Wir kommen gerade rechtzeitig, um einen Sitzplatz zu ergattern. Die Bedienung ist aufmerksam, Nüsschen werden nachgereicht. Die Zeit, ein Bier zu trinken, ist gerade richtig bemessen für dieses Trendlokal. Mehr wäre zuviel …

Einen Steinwurf von Samuel Menzi entfernt befindet sich an der Claridenstrasse die Trattoria Siena. Wir besuchen dieses Lokal zum ersten Mal. Im Zentrum des Restaurants steht eine Bar. Die Bedienung ist freundlich, der Barbera im Offenausschank überzeugt. Einzig die Pizza trifft unseren Geschmack nicht. Sowohl der verwendete Teig wie der Käse sind uns fremd.


So kommt uns der Verdauungsmarsch Richtung Opernhaus gerade rechtzeitig. Wir besuchen wieder einmal die Bar des edlen Hotels Eden au Lac. Hier geniessen wir unsere Zigarren und den feinen Mojito. Hier können wir sein und müssen nicht etwas scheinen. Hier würden wir gerne auch einen ganzen Abend mit einer Doppel-Corona verbringen …



Alle Fotos wurden im Hotel Eden au Lac aufgenommen. Unten sehen wir von links nach rechts Sigi, Pascal und tscheiar.


Donnerstag, 18. Oktober 2007

Herbsttag



























Herbsttag

Herr es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiel den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süsse in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke



Danke, Rainer Maria Rilke, für dein schönes Herbstgedicht aus dem Jahre 1906. Danke, Sigi, dass du uns mit der Organisation des letzten Zigarren-Treffens vor einer Herbst-Depression bewahrt hast. Schrecklich der Gedanke, plötzlich lange Briefe statt kurzer SMS zu schreiben und zu wandern statt zu walken!

Und getrieben werden wir nicht durch profane Blätter, sondern durch in der Karibik sonnengereifte Tabakblätter, die auf den Frauenschenkeln der Rezagadoras mit grosser Aufmerksamkeit sortiert und vom Torcedor mit dem Schneidmesser und ein bisschen pflanzlichem Leim zu einer edlen Havanna-Zigarre geformt werden.

So wählen wir im Humidor von Samuel Menzi kleine Kunstwerke, die uns durch den Abend begleiten werden. Pascal entscheidet sich für die grandiose Ramon Allones Coronas Gigantes, tscheiar für die bewährte Partagas 8-9-8 Varnished, während Sigi seine bevorzugte Denner-PS-Zigarre bereits in der Tasche hat.

In der Widder-Bar setzen wir uns direkt zur Widder-Frau ans Fenster. Drei Bier sind schnell bestellt. Die Bar des Fünfsternehauses bietet einen perfekten Service. Die Nüsschen werden laufend nachgefüllt. Das macht einen viel besseren Eindruck, als mein Erlebnis vor ein paar Jahren: Zum Martini-Dry-Cocktail bestellte ich Oliven, welche mir unter der Rubrik „Küche“ verrechnet wurden. Tempi passati!

Die Pizza im Ristorante Santa Lucia schmeckt buonissimo, dem spanischen Wein fehlen noch zwei südlichere Tage. Das Park Hyatt ist voll Chill & Lounch und stehend wollen wir die Zigarren nicht rauchen. Also besuchen wir die bewährte Havannabar, in der karibische Rhythmen unseren Havannas ein letztes Ständchen mit auf dem Weg zur Hinrichtung geben.

Montag, 3. September 2007

Treffen in Luzern vom 31.08.07


Für unser Zigarren-Treffen in Luzern wählten wir einen milden und trockenen Spätsommerabend. Dies gestattete uns, das Bier auf der Terrasse des Hotel Schweizerhof zu trinken (Foto). Bar-Chef Carlos de Silva brachte uns extra viel Chips und Nüssli, damit sich unsere Teilnehmer aus Zürich nach der sehr langen Reise stärken konnten.


Gesprächsthema an diesem Abend war der Verkauf des Hotel Château Gütsch an eine russchische Gesellschaft. Sie wird das Haus als luxuriöses Boutiquehotel weiterführen. Darauf stossen wir mit einem Eichhof an. Wir sind froh, dass in diesem Wahrzeichen über Luzern nicht Michael Jacksons Kinderzoo einzug hält.

Auf unserem Weg zum Restaurant legen wir an der Kapellbrücke einen kurzen Halt für ein Fotoshooting ein, an der Kamera unser Hausfotograf Pascal. Sigi (links) und tscheiar präsentieren ihre Zigarren. Sofort bildet sich eine Menschenmenge um uns. Nachdem wir die Autogrammwünsche gerne erfüllt haben, marschieren wir gezielt ins Ristorante La Fenice zu Pizza und Barbera.

Unsere Zigarren rauchen wir in der Havanna-Bar. Direkt vor dem Humidorschrank stehen für uns noch drei Sessel bereit. Die Mojitos sind hier wie immer perfekt gemixt und mit CHF 14.- sehr moderat budgetiert. Die karibischen Rhythmen mischen sich mit den Gesprächsfetzen der vielen Gäste und dem Zigarrenrauch zum typischen Havannafeeling…

Montag, 6. August 2007

Doppelpack: 2 Protokolle für 1


28.06.2007

Eigentlich sollte sich unser erstes Sommertreffen draussen abspielen. Trockenes Wetter, aber kühle Temperaturen vereitelten dies. So flüchteten wir in die Riff-Raff-Bar zu unserem Turbinenbräu. Im Ristorante Milano im Langstrassenquartier assen wir eine feine Pizza. Wir bestellten je 1 DL vom Amarone, dem einzigen offenen Roten in Flaschenqualität. Der Kellner brachte uns eine Halbliterflasche, die es nur in Kühlschranktemperatur gab, schenkte beiden 1.5 DL ein und Santé! Die Flasche liess er auf dem Tisch stehen. Nicht mit uns! Wir sind doch hier nicht im Borsalino :-) Wir rührten die Flasche nicht an und bezahlten am Schluss für je einen Dezi.

Für den Zigarrengenuss dislozierten wir in das Hotel Greulich. Im Kaminzimmer hatte es noch Platz für uns. Schade, dass die Drinks nicht dem sonst perfekten Hotelbetrieb entsprechen. Schon bei unserem ersten Besuch war uns dies aufgefallen. Sigi hatte eine Nicaragua-Zigarre bei sich, die ein bisschen zu fest gerollt war, sich aber doch rauchen liess. tscheiar hielt seiner Partagas 8-9-8 Varnished die Treue, während Pascal eine Ramon Allones Gigantes (Foto) ausprobierte. Er war begeistert. Diese kräftige Zigarre ist nur selten erhältlich und muss ich unbedingt auch einmal probieren. Von Ramon Allones kenne ich nur die Small Club – eine kleine, perfekte Zigarre.



25.07.2007

An unserem Juli-Treffen haben wir wettermässig mehr Glück. Wir können sämtliche Programmpunkte im Freien abhaken. Vor dem Zeughauskeller am Paradeplatz trinken wir unser Bier. Im Hofgarten des Santa Lucia essen wir die Pizza. Am Nachbartisch wird ein weiblicher Gast von einem Spatz ..., aber lassen wir das jetzt. Sigi und der Protokollführer finden die Pizza i.O., Pascal findet sie ..., aber lassen wir das jetzt. Tatsache ist, der Teig wurde zuwenig gesalzen, der Koch ist nicht verliebt. Nachdem Sigi für unsere altbekannte Perserin die Rechenmaschine gespielt und das Konto auf drei verteilt hat, wird es Zeit zum Aufbruch.

Unsere Zigarren rauchen wir auf der Terrasse der Havanna-Bar an der Niederdorfstrasse. Der ideale Ort, um die vorbeigehenden Menschen zu beobachten. Wie immer erhalten wir hier tadellos gemixte Mojitos. Sigi hat eine neue Zigarre im Denner entdeckt. Sie wird im 5er-Pack inklusive Cutter, der gerade fünf Zigarren anzuschneiden vermag, bevor sein Messer stumpf ist, angeboten und soll tipptopp sein. Pascal und tscheiar geniessen eine Partagas Serie P No.2 Pyramide. Dies ist die ideale Zigarre für draussen – kräftig im Geschmack und viel Rauch produzierend.

Dienstag, 10. April 2007

Cazadores


Eine Invasion von Goldhasen aus Deutschland veranlasste uns, am 4.April kurzfristig eine Sitzung einzuberufen. Zielstrebig wählten wir im Zigarrenladen von Samuel Menzi die Romeo y Julieta Cazadores - eine ideale Begleiterin für die Hasenjagd.


In der Baur-au-Lac-Bar stossen wir mit einem Jägermeister auf eine erfolgreiche Jagd an. Wir wählen diese Bar zu unserem neuen Jagdlokal. Auf den gefährlich hohen Hockern fühlen wir uns wie auf einem Hochsitz, von wo wir unsere Opfer gnadenlos beobachten können.


Bevor wir zu den Waffen greifen, müssen wir uns noch stärken. So verschlingen wir im Ristorante Santa Lucia die obligaten Pizzas und prosten uns mit Rotwein zu.


In der Havanna-Bar treiben wir mit unseren Cazadores sämtliche Gäste in die Flucht. Nach dem zweiten Mojito stellen wir fest, dass unsere geplante Jagd überflüssig ist. Spätestens am Ostersonntag 8.April wird die Hasen-Epidemie durch rituelle Massenschlachtungen von selbst gelöst.


So bleibt uns nur noch eines: Ihnen Prost und en Guete zu wünschen. Hicks...

Samstag, 17. März 2007

Protokoll vom 7.März 2007



Vorspiel

Unabhängig voneinander haben Pascal und ich vor unserem Treffen die genau gleichen Zigarren in Samuel Menzis Laden gekauft.

1.Akt

Wir starten unser Zigarren-Treffen vom März in der Kronenhallen-Bar (Foto). 1965 wurde die Bar eingeweiht und seither nie verändert, nur aufgefrischt. Dies erlaubt dem langjährigen Gast, gelegentlich in Gedanken frühere Zeiten aufleben zu lassen. Unzählige Martini-Cocktails haben sich in diesen Jahren durch meine Eingeweide geschlängelt. Neben den immer perfekt zubereiteten Cocktails laden Bronzelampen und Tische von Diego Giacometti und die an den Wänden hängenden Originalbilder von Miro, Picasso, Tinguely und Klee zum Geniessen und Meditieren ein. Sigi ist beeindruckt. Vielleicht hängt ja auch einmal ein Bild von ihm hier. Chef de Bar Peter Roth erhielt 1984 den Weltmeistertitel im Mixen von Eigenkreationen. Auf sein Konto geht der „Ladykiller“. Nun denn, unsere Herrenrunde will heute ja nur Zigarren killen. So bestellen wir für uns drei Softdrinks, genannt Bier. Prost!


2.Akt

Wir entschliessen uns, durch das Oberdorf zur Santa Lucia zu gehen. Die bereits früher besuchte Filiale am Bellevue liess uns kalt. So nehmen wir gerne den kleinen Umweg in Kauf. Wir werden von unserer Perserin vom letzten Mal erwartet. Sie will uns in die hinterste Ecke des Lokals lotsen. Wir okkupieren jedoch unseren Stammtisch neben dem Holzkohlenofen. Die Pizzas schmecken vorzüglich. Herr Bindella hat unseren Hinweis vom letzten Besuch im Januar gelesen. So können wir heute offenen Wein aus dem Piemont geniessen: Einen feinen Barbera von Prunotto. Danke Rudolf :-)



3.Akt

Im Hotel Eden au Lac fühlen wir uns von Anfang bis Schluss sehr Willkommen. Als wir in die Bar eintreten, werden wir schon von feinem Zigarrenrauch begrüsst. Tatsächlich sind von den zehn Gästen sieben am Rauchen. Wir setzen uns gemütlich in die Sessel und zünden unsere Zigarren an. Und was könnte in diesen stilvollen Rahmen besser passen als die Sancho Panza Molinos! Vahé Gérard nennt sie in seinem Havanna-Buch einen Gentleman und Aristokraten mit grossem Herzen … So entschliessen wir uns, diese edlen Zigarren nicht zu rauchen, sondern zu ästimieren. Gleiches gilt für den perfekt gemixten Mojito.


Nachspiel

Aestimieren hin oder her, am Schluss waren die Zigarren gekillt (siehe 1.Akt), abgefackelt und nur so nebenbei für das Protokoll bemerkt: Vernichtet.



Montag, 29. Januar 2007

Protokoll Wintertreffen


Pünktlich zum 24. schneite es. Nur eben nicht zu Heilig Abend, sondern einen Monat später zu unserem Januar-Treffen. Pünktlich um 17.30 Uhr betreten wir Samuel Menzis Zigarrenladen. Er bedient uns in seiner gewohnt-trockenen Art. So entschliessen wir uns für zwei nicht zu trockene Partagas 8-9-8 Varnished und eine Romeo y Julieta Coronas.

Seit unserem letzten Besuch hat sich die Bar des Hotels Baur au Lac ein weiteres Mal dem Zeitgeschmack angepasst: Es gibt jetzt noch exakt vier Tischchen mit acht Sitzplätzen. Sämtliche anderen Plätze bestehen aus Barhockern und hohen Tischen im Stop and Go-Stil. Wir okkupieren zwei Tischchen und bestellen französisches Kronenburg-Bier.

Dabei kommt mir in den Sinn, dass sich früher, als noch nicht jeder Vice-President im Fünfsternhotel sein Feierabendbier geniessen wollte, in diesem Teil des Gebäudes der Grillroom befunden hat (historisches Foto oben). Dem Restaurant war eine kleine Bar angegliedert, wo der livrierte Barkeeper einen perfekten Martini-Cocktail rührte. Tempi passati.

Im Ristorante Santa Lucia werden wir von einer Perserin bedient. Sie hält uns wohl für die drei Weisen aus dem Morgenland und bedient uns besonders freundlich. Die Pizzas haben zu ihrer alten Grösse zurückgefunden, nachdem sie bei unseren letzten Besuchen immer kleiner geworden waren. Der Binedella-Wein aus der Toskana mundet. Schade nur, dass es in diesem Lokal keinen offenen Piemontwein in Flaschenqualität gibt.


Jetzt sind wir gestärkt für einen kleinen Winterspaziergang durch das Niederdorf Richtung Bahnhof. In der Rex-Bar stellen wir fest, dass alle Tische besetzt sind. So entschliessen wir uns, die Zigarren in der Havanna-Bar abzufackeln.





Montag, 18. Dezember 2006

Adventstreffen

Die Langstrasse in Zürich verbindet nicht nur die Stadtkreise 4 und 5, sondern auch den Limmat- mit dem Helvetiaplatz. Unser Zigarren-Treffen vom 13.Dezember startete mit einiger Verspätung am Limmatplatz, da eine kleine Anzahl Teilnehmer am Helvetiaplatz in der Kälte ausharrten. Anstelle des Sterns von Bethlehem wurden sie wohl durch den Rauch einer Montecristo doch noch zum richtigen Treffpunkt an den Limmatplatz gelockt.

Endlich konnten wir uns auf den Weg ins Kino Riffraff machen, wo wir in der Bar ein Turbinenbräu tranken. Die Betreiberin Neugass Kino AG eröffnete 1998 das Kino mit zwei Sälen, heute sind es vier und soeben wurde ein Nachbargebäude gekauft, um auf sechs Säle zu erweitern. In Luzern betreibt sie im Bourbaki-Panorama die zwei Kinos, erweitert im Jahr 2007 ebenfalls um zwei Säle und übernimmt gleichzeitig die Gastronomie im selben Gebäude. Mit Arthhouse-Movies, Drinks und Food lässt sich wohl ganz gut Geld verdienen.

Für unseren nächsten Programmpunkt nehmen wir nochmals die Langstrasse Richtung Helvetiaplatz unter die Füsse. Im legendären oder vielmehr berüchtigten Restaurant Borsalino essen wir unsere Pizzas. Genau an dem Tag, als wir dieses Lokal das letzte Mal aufsuchen wollten, wurde es wegen falscher Fleischdeklaration polizeilich geschlossen. Dieses Mal haben wir mehr Glück, das Lokal ist geöffnet, der Chef bedient uns persönlich und die Pizzas sind schnell auf dem Tisch. Apropos falsche Deklaration: Wir können hiermit bestätigen, dass die bestellten Pizzas und nicht etwa Tortillas aufgetischt wurden.


Aufgewärmt durch Pizza und Vino machen wir uns auf den Weg zum Hotel Greulich, das ebenfalls im Kreis 4 steht und vor drei Jahren eröffnet wurde. Das Designerhotel erhielt grosse Beachtung in der Presse. Uns zog es wegen der Cigarlounge mit Kaminfeuer in diese Ecke der Stadt. Und wir wurden nicht enttäuscht. Das Hotel steht an der Hermann-Greulich-Strasse. In der mit viel Holz ausgekleidetenCigarlounge ist eine kleine Bibliothek untergebracht. Dort finden wir eine Biografie über Hermann Greulich, der dem Hotel den Namen gab. Er war Vorkämpfer für das Schweizer Frauenstimmrecht und eine der Führungspersonen im Schweizer Generalstreik von 1918.

Nach Streik riecht es im Hotel Greulich nicht. Das Personal ist aufmerksam und freundlich. Schnell stehen unsere Mojitos auf dem Tisch und das Cheminée ist angezündet wie auch unsere Zigarren. Was uns auffällt, es gibt keine Beschallung in diesem Haus. So lässt sich vorzüglich ohne Hintergrundmusik rauchen und über Gott und die Welt diskutieren, Sigis selbst gemalte Bilder besprechen oder die aufgelegten Bücher durchblättern…

Auf der Foto unten sehen wir von links nach rechts Sigi, tscheiar und Pascal in der Lounge des Hotels NICHT.


Vielmehr handelt es sich um die Bibliothek des albanischen Bohémien und Staatschefs mit schriftstellerischen Ambitionen Enver Hoxha (in der Mitte mit Zigarette), der sein Land zusammen mit Partisanenkämpfer von Faschisten, Nazis und einem Operetten-König befreite und bis zu seinem Tod 1985 mit starker Hand führte. Links auf der Foto sehen wir den bekannten albanischen Autor Ismail Kadare, dessen Roman "Der Nachfolger" eben in deutscher Uebersetzung im Ammann-Verlag erschienen ist. Dieses neue Buch von Kadare liegt auch in der Cigar-Lounge des Hotels Greulich auf und inspiriert mich zu diesem Zwischenspiel. Während Hoxha in seinem Buch "Begegnungen mit Stalin" ein Loblied auf Josef Wissarionowitsch singt, setzt Kadare mit seinem Roman "Der grosse Winter" ein bleibendes Denkmal für Hoxha. Ismail Kadares Emigration nach Paris 1990, als die Transformation in Albanien bereits eingeleitet war, konnte ich nicht verstehen. Dass er dann auch noch seine alten Romane umschreiben wollte, war für mich unbegreiflich. Ist dies vielleicht der Grund, dass Kadare seit damals kein Kandidat mehr für den Literaturnobelkreis ist?

Von unserem Ausflug in die Geschichte und Literatur nun schnell wieder zurück in die Gegenwart. Dass Zigarren nicht nur in der Bar geraucht werden können, beweist Sigi. Er klettert in seiner Freizeit auf Berggipfel, wo er sich als Belohnung für die Anstrengung eine kleine Zigarre gönnt. Und er malt gerne die Bergwelt. Vor allem seine alte Heimat rund um Vals im Kanton Graubünden sind immer wieder gerne gemalte Sujets. Auf dem Bild oben sehen wir am Fusse des Zervreila-Stausees das Zervreilahorn. Und das Bild unten zeigt uns die Kapelle Soladüra in Vals. Sigis Bilder sind in Tusch-Technik gemalt und können käuflich erworben werden. Er nimmt auch gerne Aufträge entgegen. Bei Interesse senden Sie mir bitte ein Mail: tscheiar@gmx.ch



Zum Schluss wünschen wir allen Zigarrenrauchern frohe Festtage. Jetzt habt ihr Zeit und Muse, die grossen Formate aus euren Humidors zu holen und genüsslich zu rauchen.

Den Nichtrauchern wünschen wir ein feinstaub- und ozonfreies neues Jahr...

Montag, 30. Oktober 2006

Sitzung vom 18.10.06

Hier das Protokoll unserer kurzfristig einberufenen Sitzung vom Mittwoch 18.Oktober 2006 in Zürich:

Wir treffen uns im Zigarrenladen von Samuel Menzi. Dort erfährt Pascal, dass der Schweizer Fotograf René Burri ein guter Kunde bei Menzi ist.

Zum Apéro besuchen wir wieder einmal die Bar des Hyatt-Hotels. Es geht nicht mehr so hektisch zu, wie in den ersten Wochen und Monaten nach der Eröffnung. Normalität ist eingekehrt. Wir werden freundlich bedient, die Nüsschen dreimal nachgefüllt… Unter den Gästen entdecken wir Thomas Borer, unseren Ex-Botschafter in Berlin, der sich gerade eine Zigarre anzündet. Ob wir da wohl in guter Gesellschaft sind?

Egal. Wir dislozieren in unsere neu entdeckte Pizzeria Pomodoro in der Nähe des Kunsthauses. Die Pizzas sind riesig, der Wein gut und wir voll. Jetzt wird es Zeit für unsere Zigarren.

Auf dem Weg in die Rex-Bar stellen wir fest, dass das Spiegel-WC, welches zur Kunsthaus-Ausstellung "The Expanded Eye" gehörte und das wir bei unserem letzten Treffen begutachtet haben, leider weggeräumt wurde. Da an dieser Stelle eine kurzfristige Sitzung nicht mehr möglich ist, nachträglich ein Hoch auf die Künstlerin Monica Bonvicini, die das Innen und das Aussen mit ihrer alltagstauglichen Installation so spiegelbildlich-philosophisch dargestellt hat (Siehe Fotos).

Nun aber weiter in Richtung Bahnhof. An der Schützengasse studieren wir noch schnell die Speisekarte von dem Gourmet-Restaurant "Sein" des Starkochs Martin Surbeck. Das sechsgängige vegetarische Menü kostet 130 Franken. Vielleicht wollen wir beim nächsten Treffen einfach sein und gehen ins "Sein"… Sigi steckt allerdings das viele Geld lieber in seine Wuhrmann.

Und Pascal hat nur noch eines im Kopf: Endlich rein in die Rex-Bar. Wir finden im vorderen Teil mit schöner Aussicht auf den Humidor Platz. Die Aussicht auf die jungen Besucherinnen lassen wir einmal auf der Seite. Über dem Humidor informiert uns eine Laufschrift über die aktuelle Temperatur (33 Grad) und Luftfeuchtigkeit (66), natürlich in Havanna.
Gerne nehmen wir dies zum Anlass, uns drei kubanische Drinks zu bestellen und unsere Havannas auszupacken. Die Drinks sind tiptop. Die Musik (70er Jahres-Hits) ist heute ein bisschen zu laut, karibischer Sound fehlt ganz. So sind tiefsinnige Gespräche nicht möglich und wir können uns voll auf unsere Zigarren konzentrieren. Zum Schluss wie immer der Hinweis für das Protokoll: Alle Zigarren wurden ordnungsgemäss vernichtet.

Sonntag, 17. September 2006

Protokoll vom Treffen in Luzern

Pünktlich treffen wir uns im Zigarrengeschäft von Hanspeter Kehl, um in Ruhe unsere Havannas auszuwählen. Pascal und tscheiar entscheiden sich für eine gut gelagerte Bolivar Coronas Gignates und Sigi für eine dominikanische Double-Corona.

Hanspeter Kehl führt in seinem Laden neben einer schönen Auswahl Havanna-Zigarren auch Spirituosen, Wein und Champagner. So kann man z.B. aus fünf verschiedenen russischen Vodkas auswählen. Seine Liebe gilt jedoch dem Whiskey. Er offeriert uns zur Degustation einen Irish Whiskey – sehr fein. An dieser Stelle ein Dankeschön an Hanspeter für die nette Bedienung.

Auf der Foto sehen wir links Hanspeter in seinem Humidorraum zusammen mit tscheiar und Sigi. Die Fotos in diesem Protokoll stammen von unserem Haus-Fotografen Pascal, der sich als René Burri-Fan zu erkennen gibt.

Nun wird es Zeit für den Apero im Grandhotel National. Das Wetter steht auf unserer Seite. Wir geniessen die Drinks auf der Terrasse. Anschliessend besichtigen wir die bekannte Piano-Bar des Hotels auch noch von innen und schauen uns die Ausstellung von Vierwaldstättersee-Bildern an, die im ehemaligen Wienercafé ausgestellt sind.

Im Ristorante La Fenice in der Luzerner Altstadt steht zwar nicht Mamma Leone, die an diesem Abend ausgebucht ist, hinter dem Pizzaholzofen, aber die Bella Margarita schmeckt trotzdem vorzüglich. Zusammen mit dem Barbera feiern wir ein Gaumenfest.

Nun spazieren wir über die Reussbrücke Richtung Neustadt. Ein bisschen frische Luft tut uns gut. In der Havanna-Bar ist schon einiges los, freier Platz keiner in Sicht. So dürfen wir uns zu drei jungen Kombucha trinkenden Frauen setzen, die nichts gegen Zigarrenrauch einzuwenden haben.

Schnell sind die Drinks bestellt und die Zigarren angezündet. Auf der Foto rauchen Sigi und tscheiar um die Wette… Die Atmosphäre in der Havanna-Bar ist einfach rüüüüdig…
Um die verbliebenen Geister wieder zu wecken, genehmigen wir uns auf dem Heimweg in Jean Nouvels The Hotel eine Cola. So nimmt ein gelungener Abend sein rauchiges Ende.