
Als wir uns ans diesem verregneten Mittwochabend mit dem 13er-Tram der Station Stockerstrasse näherten, fiel von weitem schon die Menschentraube vor Samuel Menzis Zigarrengeschäft auf. Dass dieser Laden gut läuft und die Kundschaft gleich Kistenweise Havannas kauft, wussten wir. Aber gleich ein solcher Ansturm? Erst jetzt wurde uns klar, dass wir die Einladung für das heutige Zigarrentreffen ins Internet gestellt hatten. Handlungsbedarf war angesagt. Es gab zwei Varianten: 1) Pascal zückt sein Natel: Telefon ans Hyatt Hotel um den Ballraum für den Apéro zu reservieren, ans Santa Lucia, damit der Pizzaofen voll eingeheizt wird und an die Havanna-Bar, damit genug Rum angeschafft wird. 2) Wir tun so, als ob uns der Menschenauflauf nichts angeht, kaufen unsere Zigarren und verschwinden.
Wir entscheiden uns für die zweite Variante: In Ruhe eine Zigarre geniessen. Aber beginnen wir mit dem Apéro. Das Hotel Hyatt in Zürich scheint auch im zweiten Betriebsjahr sehr beliebt zu sein. Mit etwas Glück finden wir einen gemütlichen Platz in einer Ecke der Bar. Wir sind zufrieden und geben den fünf Sternen fünf Punkte. Die neue Pizzeria Santa Lucia am Bellevue überzeugt uns nicht, zu aufdringlich versucht das Interieur den Zeitgeist zu treffen. Die Speisekarte und die Qualität des Essens entsprechen der Niederlassung im Niederdorf. Dort ist es entschieden gemütlicher. Den drei Margaritas geben wir drei Punkte.
Zügig schreiten wir zum Höhepunkt des Abends: Unserer Osterzigarre. Pascal und ich haben bei Menzi eine Punch Churchill aus der Kabinet-Kiste gekauft: Ein Gedicht! Wir sind von A-Z zufrieden. Sigi raucht eine Texana the Drake mit Nicaragua-Tabak. Ringmass und Länge übertreffen unsere Churchill. Sigi ist sehr zufrieden und lässt an dieser Stelle seinem Freund aus Nicaragua, der ihm diese Zigarre geschenkt hat, vielmals danken. Ich schliesse darauf eine Option ab, dass dies nicht Sigis letzte Nicaragua-Zigarre gewesen ist. Übrigens: Die fünf Mojitos in der Havanna-Bar waren wie immer tadellos = fünf Punkte. Allerdings haben wir uns noch nicht daran gewöhnt, dass die Bar vom ersten Stock ins Parterre zügelte. Oben war es gemütlicher. Zum Schluss noch einen speziellen Gruss an Pia mit dem Hinweis: Unsere Zigarren wurden ordnungsgemäss vernichtet.
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